Neue IT-Gesetze in Österreich und Europa 2026: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

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2026 bringt eine Reihe neuer IT-Gesetze in Österreich und Europa mit sich, die Unternehmen vor große Herausforderungen stellen.
Von der DSGVO 2.0 über das KI-Gesetz der EU bis hin zu nationalen Regelungen wie dem österreichischen Digitalisierungsgesetz – die Compliance-Anforderungen werden strenger und komplexer.
In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten neuen IT-Gesetze, ihre Fristen und Handlungsempfehlungen, damit Ihr Unternehmen rechtssicher bleibt.

Die wichtigsten neuen IT-Gesetze 2026 im Überblick

EU-weite Regelungen

1. EU KI-Gesetz (AI Act)

Das EU KI-Gesetz (Artificial Intelligence Act) ist das erste umfassende Regelwerk für künstliche Intelligenz weltweit.
Es klassifiziert KI-Systeme nach Risikostufen und legt strenge Anforderungen für Hochrisiko-KI fest.

Wichtig: Das Gesetz gilt für alle Unternehmen, die KI-Systeme in der EU entwickeln, vertreiben oder nutzen – unabhängig vom Standort des Unternehmens!

Fristen:

Anforderungen für Unternehmen:

Betroffene KI-Anwendungen:

Strafen bei Verstößen: Bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Umsatzes (je nachdem, welcher Betrag höher ist).

2. DSGVO 2.0 (Datenschutz-Grundverordnung Update)

Die DSGVO 2.0 bringt 2026 wichtige Anpassungen, um mit den neuen technologischen Entwicklungen Schritt zu halten.
Besonders im Fokus stehen KI, Big Data und Cloud-Computing.

Fristen:

Neue Anforderungen:

Strafen bei Verstößen: Bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Umsatzes.

3. NIS2-Richtlinie (Network and Information Security Directive 2.0)

Die NIS2-Richtlinie ersetzt die bisherige NIS-Richtlinie und erweitert den Anwendungsbereich auf
mehr Sektoren und Unternehmen. Ziel ist es, die Cybersicherheit in der EU zu stärken.

Fristen:

Betroffene Sektoren:

Anforderungen für Unternehmen:

Strafen bei Verstößen: Bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des weltweiten Umsatzes.

4. eIDAS 2.0 (Electronic Identification, Authentication and Trust Services)

Die eIDAS 2.0-Verordnung erweitert die bestehende eIDAS-Verordnung und führt
digitale Identitäten (European Digital Identity, EUDI) ein. Ziel ist es, sichere und vertrauenswürdige
digitale Identifizierungsmethoden in der EU zu etablieren.

Fristen:

Anforderungen für Unternehmen:

Vorteile für Unternehmen:

Österreichische IT-Gesetze 2026

1. Digitalisierungsgesetz (DigG)

Das österreichische Digitalisierungsgesetz (DigG) soll die Digitalisierung in Verwaltung und Wirtschaft vorantreiben.
Es enthält Regelungen zu elektronischen Akten, digitalen Dienstleistungen und IT-Sicherheit.

Fristen:

Anforderungen für Unternehmen:

Betroffene Branchen:

2. Österreichisches KI-Gesetz (KIG)

Österreich hat zusätzlich zum EU KI-Gesetz ein eigenes KI-Gesetz (KIG) eingeführt,
das spezifische Anforderungen für den Einsatz von KI in Österreich regelt.

Fristen:

Anforderungen für Unternehmen:

Strafen bei Verstößen: Bis zu 4 Millionen Euro oder 8 % des weltweiten Umsatzes.

3. Österreichisches Cybersecurity-Gesetz (CyberSG)

Das Cybersecurity-Gesetz (CyberSG) ergänzt die NIS2-Richtlinie und legt
zusätzliche Anforderungen für österreichische Unternehmen fest.

Fristen:

Anforderungen für Unternehmen:

Betroffene Unternehmen:

Strafen bei Verstößen: Bis zu 5 Millionen Euro oder 10 % des weltweiten Umsatzes.

Wichtige Fristen im Überblick (2026)

Gesetz Geltungsbereich Fristen Strafen
EU KI-Gesetz (AI Act) EU-weit 1. August 2026 (Inkrafttreten), 2027 (volle Anwendung) Bis zu 35 Mio. € oder 7 % des Umsatzes
DSGVO 2.0 EU-weit 1. Januar 2026 Bis zu 20 Mio. € oder 4 % des Umsatzes
NIS2-Richtlinie EU-weit 17. Januar 2026 (Umsetzung), 17. Juli 2026 (Anwendung) Bis zu 10 Mio. € oder 2 % des Umsatzes
eIDAS 2.0 EU-weit 1. November 2026 (EUDI-Wallet)
Digitalisierungsgesetz (DigG) Österreich 1. Jänner 2026, 1. Juli 2026 (volle Umsetzung)
Österreichisches KI-Gesetz (KIG) Österreich 1. März 2026, 1. September 2026 (volle Anwendung) Bis zu 4 Mio. € oder 8 % des Umsatzes
Cybersecurity-Gesetz (CyberSG) Österreich 1. April 2026, 1. Oktober 2026 (volle Umsetzung) Bis zu 5 Mio. € oder 10 % des Umsatzes

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

1. Compliance-Check durchführen

Unternehmen sollten so schnell wie möglich prüfen, welche der neuen Gesetze auf sie zutreffen.
Ein Compliance-Check hilft, Lücken zu identifizieren und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

Schritte für den Compliance-Check:

  1. Inventur der IT-Systeme: Welche KI-Systeme, Cloud-Dienste und Datenverarbeitungsprozesse werden genutzt?
  2. Risikobewertung: Welche Systeme fallen unter die neuen Gesetze (z. B. Hochrisiko-KI nach dem EU KI-Gesetz)?
  3. Lückenanalyse: Wo gibt es Defizite in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit oder Transparenz?
  4. Maßnahmenplan: Erstellen Sie einen Zeitplan für die Umsetzung der neuen Anforderungen.

2. Schulungen und Awareness

Die neuen Gesetze erfordern oft neue Prozesse und Verantwortlichkeiten. Schulungen sind daher unerlässlich:

3. Technische Maßnahmen umsetzen

Viele der neuen Gesetze erfordern technische Anpassungen. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

4. Externe Unterstützung suchen

Die Umsetzung der neuen IT-Gesetze kann komplex sein. Externe Experten können helfen:

Ausblick: Was kommt nach 2026?

Die IT-Gesetzgebung in Europa und Österreich wird sich auch nach 2026 weiterentwickeln.
Hier sind einige Trends und zukünftige Regelungen, die Unternehmen im Blick behalten sollten:

Fazit: Jetzt handeln!

Die neuen IT-Gesetze in Österreich und Europa 2026 bringen erhebliche Veränderungen für Unternehmen mit sich.
Besonders die EU KI-Gesetz, DSGVO 2.0, NIS2-Richtlinie und eIDAS 2.0 erfordern sofortiges Handeln,
um Compliance-Risiken und hohe Strafen zu vermeiden.

Zusammenfassung der wichtigsten Schritte:

  1. Compliance-Check durchführen: Prüfen Sie, welche Gesetze auf Ihr Unternehmen zutreffen.
  2. Schulungen organisieren: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für die neuen Anforderungen.
  3. Technische Maßnahmen umsetzen: Passen Sie Ihre IT-Systeme an die neuen Gesetze an.
  4. Externe Unterstützung suchen: Holen Sie sich Hilfe von Experten für Rechtsfragen, Datenschutz und IT-Sicherheit.

Unternehmen, die jetzt handeln, können nicht nur Strafen vermeiden, sondern auch
Vertrauen bei Kunden und Partnern aufbauen und sich als vorbildliche, complianten Organisationen positionieren.

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Hinweis: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine rechtliche Beratung.